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Unzählige Male werden wir Suchmaschinenoptimierer gefragt, ob denn unsere Arbeit überhaupt legal sei. Ich kann jedem versichern, sie ist legal. Unlautere Methoden und unprofessionelle Vorgehensweisen lehne ich persönlich grundlegend ab. Schwarze Schafe gibt es natürlich auch in der SEO-Szene, sowie unter den potentiellen Kunden. Beides widerstrebt mir völlig, deshalb bin ich dagegen aber nicht gefeit. Erst kürzlich liefert ein potentieller Kunde ein Paradebeispiel, wie man es nicht macht. Man könnte man nun annehmen, Fauxpas leisten sich sowieso nur unwissende, unbedeutende und kleine Unternehmen. Doch gerade die großen Fische nehmen sich, ganz nach dem Motto, der Kunde ist eh König, so einiges heraus.

Jüngst erhielt ich eine Anfrage eines bekannten Münchner Unternehmens, das sich für ein SEO-Angebot unserer Agentur Gipfelstolz interessierte. Natürlich freut man sich (im ersten Moment), evtl. einen potentiellen Kunden dieser Größenordnung gewinnen zu können. Aber dazu sollte es nicht kommen. Nachdem man sich telefonisch recht nett unterhalten hatte, sollten weitere Informationen folgen, woraufhin mir eine höchst interessante Mail weitergeleitet wurde. Diese enthielt – neben dem angehängten Briefing zu den Webseiten – das Angebot einer anderen SEO-Agentur inklusive konkreter Optimierungsschritte und dem dafür zu berechnenden Stundensatz. Daten, die grundsätzlich und selbstverständlich streng vertraulich behandelt werden – eigentlich. Daten, deren vertrauliche Behandlung am Ende dieser Mail auch gefordert wurde. Das dreiste Vorgehen dieses Unternehmens hat mich schockiert. Die Arbeit von Suchmaschinenoptimierern erfordert eine absolute Vertrauensbasis. Die Agenturen erhalten tiefe Einblicke in die Unternehmen der Kunden. Im Gegenzug bieten die SEO-Agenturen absolute Verschwiegenheit und Diskretion mit Kundendaten, gleiches sollte auch für die Kunden gelten – Fehlanzeige. Fragwürdig ob die andere Agentur davon weiß.

Die Arroganz zu besitzen, sich anstatt eigener Gedanken nur die Mühe zu machen, eine bereits ausgearbeitete Mail weiterzuleiten, gipfelt für mich in der Ignoranz angesichts der Arbeit der SEO-Agentur. Dabei spreche ich nicht von der Urheberrechtsverletzung, da ohnehin kein Hehl aus dem Absender der Ursprungsnachricht gemacht wurde. Geschäftsführer, Telefonnummer und die Abrechnungsbeträge für SEO-Leistungen wurden eins zu eins übermittelt. Die Namen des betreffenden Unternehmens und der Agentur möchte ich nicht nennen, dennoch nehme ich diesen Vorfall als Anlass, um darüber hier auf SEO-München darüber zu berichten.

Suchmaschinenoptimierung ist ein solides Handwerk, die erarbeiteten Konzepte handfestes Arbeitsmaterial und die Stundensätze keine Verhandlungsbasis. Feilschen, wie am Flohmarkt ist keine Vorgehensweise, um einen professionellen Dienstleister für sich zu gewinnen. Eine andere Erklärung erschließt sich mir für den Zweck dieser Weiterleitung nämlich nicht. Kunden dürfen sich grundsätzlich und selbstverständlich verschiedene Meinungen einholen, aber die Agenturen gegeneinander auszuspielen, zeugt nicht gerade von Wissen. Suchmaschinenoptimierung unterliegt nicht lediglich den Richtlinien der Suchmaschinen, auch zwischen Kunden und Dienstleistern herrschen klare Abkommen und Gesetze, wie in der Regel in jedem anderen Umfeld auch. Wichtige Tugenden sind dabei ebenfalls Loyalität und Diskretion, soweit zum Suchmaschinenoptimierungs-Ehrenkodex. Aber während wir Optimierer uns nur mühsam von dem verruchten Image befreien können, das uns durch Unwissenheit angeheftet wird, gibt es Kunden, die es eben nicht so genau nehmen.

Wie seht Ihr das und was würdet Ihr tun, wenn euch ein Kunde Daten anderer Agenturen übermittelt?

152 Kommentare

  1. Everett sagt:

    hundredth@dade.reps” rel=”nofollow”>.…

    thanks for information!!…

  2. Gene sagt:

    joaquin@brodbeck.affirms” rel=”nofollow”>.…

    ñïñ çà èíôó!!…

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