Die Agentur „die firma“ befragte in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungs-unternehmen „Consultic“ 175 Entscheider zum Thema Online Kommunikation. Die Ergebnisse sind teilweise
überraschend und aus SEO-Sicht durchaus interessant.
Online Kommunikation als Leitfunktion
Die Online Kommunikation wird gemäß der Studie in fast allen befragten Unternehmen (94 Prozent) binnen der nächsten drei Jahre die wichtigste Funktion für sämtliche Kommunikationsmaßnahmen einnehmen. Schon jetzt nutzt die große Mehrheit das Internet regelmäßig als Quelle, zur Informationsgewinnung im Hinblick auf Produkte und Dienstleister.
Dialogorientierte Funktionen wie Weblogs oder twitter-Feeds, die das moderne Internet prägen, werden unverständlicherweise selten genutzt. Dies mag zum einen an der mangelnden Innovationsbereitschaft von Unternehmen liegen, zum anderen scheint Social Media für viele Entscheider ein immer noch nicht zu fassendes Phänomen zu sein. Bedingt durch die Facebook-Aktivitäten der eigenen Kinder – sprich der Digital Natives -, wird es manchem Geschäftsführer womöglich sehr leicht fallen, einen großen Bogen um derartige Plattformen zu machen. Nicht zu vergessen, dass der Wandel, den moderne Kommunikationsformen entfesselt haben, im Grunde nicht ohne veränderte Geisteshaltungen zu bewältigen ist.
(Falsche) Erwartungen?!
Die befragten Unternehmen wollen die Effizienz der Online Kommunikation weiter steigern. Nur 13 Prozent der befragten Unternehmen sind mit den erzielten Kontakten voll und ganz zufrieden. 27 Prozent dagegen sind es überhaupt nicht. Interessant ist dabei, dass laut der Studie ebenfalls 27 Prozent der Teilnehmer auf die Frage nach der Kontaktzahl pro Monat keine Auskunft geben konnten.
Vor diesem Hintergrund sei die Frage erlaubt, was die besagten Unternehmen im Hinblick auf die Online Kommunikation überhaupt erwarten? Oftmals sind es unqualifizierte Prognosen beratender Agenturen, die mit übertrieben positiven Aussagen im Hinblick auf Besucherzahlen, Aktivität etc. nur daneben liegen können. Ob es hier an Fachwissen mangelt oder ob es lediglich Profimaximierung auf Basis von Unwissenheit auf Auftraggeberseite ist, sei dahingestellt. Meine Erfahrung aus vielen Kundengesprächen zeigt jedoch, dass die Erwartungshaltung der Entscheider im Bereich des Online Marketings sehr oft zu hoch ist. Jemand der im stationären Handel tätig ist, geht sicherlich nicht davon aus, das jede Person die den Laden betritt auch zum Käufer wird. Warum soll das im Internet anders sein?
„Spezialagenturen“ noch im Hintertreffen
Die befragten Unternehmen arbeiten in der Regel mit unterschiedlichen Dienstleistern zusammen. Die klassische Werbeagentur gehört dabei mit 75 Prozent sozusagen zum Inventar. Spezialisierte Internetagenturen beauftragen hingegen nur 54 Prozent der befragten Unternehmen. Gerade mal 28 Prozent greifen auf Marktforschung zurück, um z. B. Aufbau, Inhalt und Angebot der Online Kommunikation auf die Bedürfnisse und Erwartungen der eigenen Zielgruppen zuzuschneiden. Wobei wir wieder bei den Erwartungen wären…
Die vollständige Studie findet man übrigens hier: B2B Online Monitor

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