Google Places

veröffentlicht am 19. November 2010 unter Google Suchmaschinenmarketing

Erst vor ein paar Tagen hatte Google „Place Search“ aktiviert und auch uns Suchmaschinenoptimierer damit vor weitere Herausforderungen gestellt. Vor allem bei lokalbezogenen Suchanfragen bringt Google Places erhebliche Veränderungen mit sich, die uns SEOs das Leben erschweren werden.

Gerade bei lokalbezogenen Suchanfragen, wie „Keyword + Ort“ sind die Neuerungen von Google Places deutlich spürbar und die Ergebnisanordnungen lassen den zukünftigen Stellenwert der Places Anzeigen erahnen. Man erhält zwar wie gewohnt Adwords am Kopf und der rechten Spalte der Seite, gefolgt von allgemeinen Rankingergebnissen, allerdings nur Platz 1 und 2. Danach machen über 1/3 der angezeigten Treffer Google Places Ergebnisse aus. Erst nach diesen Ergebnissen werden weitere allgemeine Treffer aufgelistet. Ergo, belegt man keinen der ersten beiden Plätze im Ranking, rutscht man weit ans Ende der ersten Suchergebnisseite und ist damit so gut wie aus dem Rennen. Das wird den ohnehin harten Kampf um relevante Keywords weiter anheizen, da es nun die ersten beiden Plätze zu ergattern gilt. Das klingt nach einem Heidenspaß… gepaart mit unheimlicher Mehrarbeit.

Ein Beispiel soll an dieser Stelle den enormen Machtzuwachs von Google Places über das Ranking verdeutlichen. Noch sind zwar nicht alle Bereiche von Google Places durchdrungen, beispielsweise ergibt die Suche „seo münchen“, keine Auflistung von Google Places. Zumindest nicht, wenn man nicht explizit diese Funktion auswählt.

Suchergebnisse für "seo münchen"
Suchergebnisse für “seo münchen”

Allerdings sieht es bei einer entsprechenden Suchanfrage für Hotels anders aus:

Suchergebnisse für "hotel münchen"
Suchergebnisse für “hotel münchen”

„hotel münchen“ gibt 5.430.000 Ergebnisse, davon sind im Vergleich ( wählt man Places explizit aus ) 101.000 Anzeigen von Google Places.

Google Places Ergebnisse "hotel münchen"
Google Places Ergebnisse “hotel münchen”

Hier sei nochmals betont, dass Google Places erst vor einigen Tagen aktiviert worden ist.

Betroffen von der Neuerung sind allerdings nicht nur die allgemeinen Suchergebnisse, auch bei den Adwords lassen sich Veränderungen feststellen. Bisher fanden sich diese sowohl bei den ersten Suchergebnissen, als auch auf der rechten Seite aufgelistet. Nun verdrängt aber eine Karte von Google Maps, auf der weitere Markierungen von Google Places zu finden sind, die bezahlten guten Plätze rechts neben den allgemeinen Ergebnissen ein Stück nach unten. Und damit nicht genug. Scrollt man auf der ersten Seite hinunter wird diese Karte stets an der gleichen Position im Fenster angezeigt und verdeckt so beim Scrollen die Adwords-Anzeigen komplett.

Google Places und Adwords
Google Places und Adwords

Da wird sich Google aber noch etwas einfallen lassen müssen, da hier einige Einbußen beim Aufmerksamkeitwert und damit bei dem Wert der Anzeigen zu erwarten sind.

Während wir SEOs es nun mit neuen Rankingkriterien zu tun haben, die es zu durchschauen gilt, reiben sich Tourismusanbieter und Hoteliers die Hände.
Google Places stellt, abgesehen von den Optimierungsproblemen, auch neue Chancen für lokale Angebote wie Hotels und Sehenswürdigkeiten dar. Dabei bietet Google Places jeder Örtlichkeit in jeder Stadt eine eigene Seite, auf der sowohl Daten von Reiseportalen und Plattformen über dieses Etablissement bezogen werden, als auch von den Besitzern selbst eingepflegt werden können. Lokale Suchanfragen können nun qualitativ spezieller bedient werden, was für lokale Anbieter einen maßgebenden Anstieg des Aufmerksamkeitswertes bedeutet.

Das Prinzip von Google Places ist (auf den ersten Blick) denkbar einfach. Je mehr Daten und Bilder beispielsweise ein Hotel bei Places teilt, desto prominenter wird es bei Google Places gelistet. Die genauen Kriterien konnten allerdings noch nicht herauskristallisiert werden. Auch die Bewertungen, die für eine Örtlichkeit bei Places registriert werden spielen für das Ranking der Seite eine Rolle, allerdings wirken manche Auflistungen willkürlich zusammengestellt.
Eine weitere Frage wird sein, inwieweit Google nun an den Provisionen für Buchungen beteiligt werden will. Können über Google Places zwar bislang nur über einen Link auf die Hotel Homepage oder andere Anbieterseiten Online Buchungen getätigt werden, gibt es jedoch bereits Spekulationen über einen „Buchungs-Button“, der direkt auf der Places Seite angebracht werden könnte.

Eines ist allerdings jetzt schon klar, Anbieter in der lokalen Branche müssen künftig verstärkt in Google Places optimieren und auch diese Art Places Parallelhomepage pflegen, um bei den Suchergebnissen oben mit dabei zu sein.
Wie sich die Neuerungen des Suchmaschinenriesen weiter auf Rankingergebnisse und ähnliches auswirken werden, wird sich mit der Zeit noch zeigen und bleibt auch für uns SEOs noch abzuwarten.

Digital Asset Optimization (DAO)

veröffentlicht am 3. Februar 2010 unter Suchmaschinenmarketing

DAO (Digital Asset Optimization)

- Suchmaschinenoptimierung der nächsten Stufe?!

DAO - Digital Asset Optimization

Digital Asset Optimization

Kommt Ihnen die Abkürzung DAO vage bekannt vor? Die Erklärung, die wir hier bieten hat nichts mit Religion, chinesischen Schwertern oder einer Programmiersprache zu tun. Aber sehr viel mit Technik – der Technik der Suchmaschinenoptimierung (SEO).
Spätestens im Rahmen intensiver Nachforschungen zum Thema „Zukunft der Websuche“ stoßen Sie darauf. So, wie Sie auf diesen Beitrag gestoßen sind – hoffentlich war die Suche nicht allzu beschwerlich. weiterlesen »

Der Schlüssel für eine erfolgreiche Google AdWords Kampagne ist einfach zu beschreiben. Unsere Anzeigen müssen möglichst oft angezeigt werden, eine möglichst hohe Position erreichen und die Kampagne soll möglichst wenig kosten. Faktoren wie die Optimierung der Conversion Rate, besseren Landing Pages, Backend Prozessen usw. sind selbstverständlich auch von großer Bedeutung, aber nicht Gegenstand dieser Betrachtung.

Einen grundsätzlich positiven Deckungsbeitrag unterstellt, maximieren wir unseren Gewinn, indem wir gegenüber unseren Wettbewerbern den meisten Traffic zu den geringsten Kosten erhalten. Bei vielen AdWords Kampagenen ist leider immer wieder zu beobachten, dass diese simple Grundregel von vielen Leuten einfach nicht beachtet wird.

Dieser Gastbeitrag von Hanns Kronenberg soll die Grundlagen einer erfolgreichen AdWords Kampagne aufzuzeigen,insbesondere wie Dynamische Keyword Integration (DKI) einen großartigen Beitrag zur Optimierung unserer AdWords-Anzeigen leisten kann und wir damit unsere Gewinne steigern. Diese Technik ist relativ unbekannt, so dass wir in vielen Fällen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erlangen können.

Wir wissen, dass die folgenden Punkte dazu beitragen, möglichst viel Traffic über Google AdWords zu erhalten:

1.
Wenn unsere Anzeigen erst gar nicht erscheinen, weil z.B. ihre Position zu schlecht ist, haben wir den Wettbewerb bereits verloren. Immer wenn ein gutes Keyword gesucht wird und unsere Anzeige dabei nicht erscheint, ist das sehr schlecht für uns.

2.
Je höher unsere Anzeige für einen gegebenen Suchbegriff erscheint, desto höher ist die Klickrate (CTR / Click-Thru-Rate).

3.
Wenn die vom User gesuchten Keywords in dem genau gleichen Wortlaut in unserem Anzeigentext erscheinen, steigt üblicherweise die Klickrate.

4.
Je höher die Klickrate ist, desto höher erscheint die Anzeige für den gleichen Preis. Das liegt daran, dass sich die Position der Anzeige aus der Kombination von Klickrate und Kosten pro Klick errechnet. Die Anzeige mit dem höchsten Wert erhält die beste Position. Eine bessere Position kann also entweder durch die Steigerung der Klickrate oder durch eine Erhöhung der Cost-Per-Click erreicht werden. Diese Grundregel sollten wir immer im Hinterkopf behalten, wenn wir über unsere AdWords Kampagnen nachdenken.

Das Geheimnis einer erfolgreichen Kampagnen-Optimierung liegt also darin, eine höhere Klickrate zu erreichen.

Durch eine Steigerung der Klickrate erscheint die Anzeige zu den gleichen Kosten immer höher und höher. Im Idealfall steht unsere Anzeige über den Anzeigen der Wettbewerber, obwohl diese einen höheren Klickpreis dafür zahlen.

Das ist aus zwei Gründen optimal. Ersten bekommen wir für den gleichen Klickpreis immer mehr Traffic und unsere Konkurrenten erhalten immer weniger Besucher.

Und zweitens, je höher unsere Anzeige erscheint, desto weiter steigt die Click-Thru-Rate. Der Schlüssel liegt darin, dieses selbst als Erfolgsschraube zu nutzen und für unsere Wettbewerber daraus einen Teufelskreis zu machen, indem wir immer höhere Klickraten bekommen.

Viele Leute glauben, das Erfolgsgeheimnis zur Steigerung der Klickraten besteht darin, gute Anzeigen zu schreiben. Das ist falsch.

Das Geheimnis besteht darin, alle Anzeigen kontinuierlich zu verbessern, so dass sie mit der Zeit immer erfolgreicher werden.

Dynamische Keyword Integration (DKI) ist eine ausgezeichnete Technik, die Klickrate unserer Anzeigen kontinuierlich zu steigern.

Und so funktioniert es:

DKI erlaubt es uns eine Anzeigenvorlage zu benutzen, in die exakt die Wörter in den Anzeigentext kopiert werden, die vom Suchenden in das Suchformular eingetippt wurden.

Wenn wir zum Beispiel Veranstaltungstickets in München verkaufen möchten und jemand nach “Veranstaltungen München” sucht, dann können wir für die Überschrift unserer Anzeige “Veranstaltungen München” verwenden. Aber wenn nach „Theater München“ gesucht wird, erscheint in genau der gleichen Anzeige die Überschrift „Theater München“.

Es ist eine ganz einfache Methode, mit der es uns gelingt, dass unsere Überschrift exakt mit dem übereinstimmt, was von dem User gesucht wird, ohne dass wir für jedes einzelne Keywords einen neuen Anzeigentext verfassen müssen. Wir können diese Technik überall im Anzeigentext einsetzten, sogar in der URL. Die erfolgreichste Verwendung von DKI ist aber im Titel (die erste Zeile der Anzeige) und im Body (die beiden Zeile unter dem Titel).

Mit dieser Technik steigen unsere Klickraten, da der Suchende exakt die Worte im Anzeigentext findet, nach denen er gesucht hat und Google darüber hinaus alle diese Keywords in allen unseren Anzeigen in fetter Schrift darstellt.

Wenn wir die Keywords im Titel und Body verwenden, ist im Vergleich zu den „normalen“ Anzeigen unserer Wettbewerber ein großer Teil unseres Anzeigentextes fett geschrieben.

Auch beim Einsatz von DKI sollten immer zwei Anzeigen geschaltet werden, um die Anzeigentexte kontinuierlich in einem A/B Test gegeneinander zu testen. Hierzu müssen wir die Voreinstellung “Automatisch die Auslieferung meiner Anzeigen optimieren” bei Google deaktivieren, da sonst der besser laufende Anzeigentext häufiger ausgeliefert wird. Wenn wir dieses „Feature“ eingeschaltet lassen, gibt es keine Gewinner- und Verlierer-Anzeige. Wenn eine Anzeige nicht häufig genug angezeigt wird, erhalten wir kein zuverlässiges Testergebnis.

Um die Voreinstellung auszuschalten, müssen wir eine Kampagne auswählen und dann auf “Kampagneneinstellungen bearbeiten“ klicken. Dort können wir die automatische Optimierung ausstellen, indem wir unter 4. die Checkbox „ Automatisch die Auslieferung meiner Anzeigen optimieren” deaktivieren.

Um jetzt DKI einzusetzen, müssen die folgenden Codes genau an die Stelle des Anzeigentextes eingefügt werden, wo die Keywords erscheinen sollen, die der Suchende in das Google Suchfeld eingegeben hat.

Dabei muss beachtet werden, dass nicht immer der Text verwendet werden kann, nach dem gesucht worden ist. Dies ist dann der Fall, wenn der Suchtext zu lang für die maximal zur Verfügung stehenden Zeichen ist. Für die Überschrift sind maximal 25 Zeichen erlaubt. Daher beinhaltet der Code die Information für Google (1) exakt die Keywords in den Anzeigentext zu kopieren, nach denen gesucht wurde, oder (2) falls diese Worte zu lang sind, einen von uns festgelegten „Default-Text“ anstelle der Suchanfrage einzufügen.

Dieses sind die Codes, die für das oben genannte Beispiel verwendet wurden.

{KeyWord:Veranstaltungen München}Alle Termine, Infos und Tickets -

einfach online reservieren!

www.muenchen.de

In diesem Beispiel wird exakt die Suchanfrage in den Titel kopiert, außer der Text passt nicht in die Titelzeile. In diesem Fall verwendet die Anzeige einfach “Veranstaltungen München” als „Default-Text“.

Der generische Syntax für das dynamische Einfügen der Worte in den Anzeigentet, die aktuell gesucht worden sind, lautet:

{keyword:default keyword(s)}

Beachten Sie, dass kein Leerzeichen bei den Klammern verwendet wird. Zwischen den Keywords können aber Leerzeichen verwendet werden.

Darüber hinaus hat die Groß- und Kleinschreibung von „KeyWord“ eine unterschiedliche Bedeutung.

Dieser Punkt ist sehr wichtig und je nachdem wie sie die Groß- und Kleinschreibung einsetzen, erhalten Sie unterschiedliche Ergebnisse.

Schreiben sie “{keyword:” klein, dann werden auch die Suchworte in Kleinschreibung im Anzeigentext dargestellt.

Beispiel:theater münchen

Wenn sie den ersten Buchstaben K in in “{Keyword:” groß schreiben, wird auch der erste Buchstabe der Suchwörter groß geschrieben.

Beispiel:Theater münchen

Schreiben sie in dem DKI-Code das K und das W bei “{KeyWord:” groß, dann wird von jedem Wort der erste Buchstabe groß geschrieben.

Beispiel:Theater München

Schreiben sie jeden Buchstaben bei “{KEYWORD:” groß, würde Google jeden Buchstaben im Titel groß schreiben.

Beispiel:THEATER MÜNCHEN

Allerdings ist diese Schreibweise nur bei wenigen Wörtern erlaubt, bei denen es Sinn macht, wie z.B. USA oder SPD. Daher wird Google alle Anzeigen erst einmal deaktivieren.

Abschließend ist zu beachten, dass DKI nur auf den Such-Seiten in Googles Netzwerk funktioniert. Auf Content-Seiten in Googles Netzwerk, die am AdSense-Programm teilnehmen kann DKI für den Anzeigentext nicht verwendet werden.

Das liegt daran, dass AdSense-Anzeigen auf Grundlage des Contents auf der Partnerseite angezeigt werden und kein Suchtext eingegeben wurde. Daher wird immer nur der der „Default-Text“ eingeblendet.

Daher sollten unterschiedliche Kampagnen für die Google-Suche und die Content-Partnerseiten (AdSense) geschaltet werden, so dass unterschiedliche Anzeigentexte und Preise ausgewählt und überprüft werden können. Erzeugen Sie einfach zwei Kampagnen, eine für AdSense und eine für die regulären Such-Seiten, und erstellen Sie die gleichen Anzeigengruppen in beiden Kampagnen.

Ich hoffe die Anleitung hilft Ihnen, Ihre AdWords-Kampagnen zu optimieren. Probieren Sie die DKI-Technik einfach aus, indem sie einige Anzeigen erstellen und gegen Ihre bisherigen Anzeigentexte testen. Testen Sie diese Methode für eine Woche und schreiben mir, welche Erfahrungen Sie damit gemacht haben. Sie können jederzeit www.seo-muenchen.de besuchen und einen Kommentar zu den Beiträgen schreiben.